IQOS-Studie soll Zugang zu US-Markt öffnen

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In den USA arbeitet der Tabakkonzern Philip Morris daran, dass sein Heat-not-Burn-Produkt IQOS von der Aufsichtsbehörde FDA den Stempel dafür zu bekommen, als weniger gesundheitsschädlich zu gelten.




Dann wäre der Marktzugang gut möglich. Bislang ist IQOS anders als zum Beispiel in Deutschland dort nicht zu bekommen. In Japan hat IQOS bereits einen erheblichen Marktanteil erobert, wenn auch zuletzt mit schwächelndem Wachstum. Aus Sicht des Konzerns hilft beim FDA-Antrag nun eine neue Studie weiter. Sie soll laut einer Mitteilung des Unternehmens zeigen, dass die Risiken des Tabakerhitzers deutlich geringer sind als beim Rauchen.

Untersucht wurden demnach 18 Monate lang Mäuse, die entweder IQOS-Aerosol oder Zigarettenrauch ausgesetzt waren. Zigarettenrauch habe zu vermehrter Lungenentzündung, zur Zerstörung von Lungenbläschen, zu weniger Lungenvolumen und zu mehr Lungentumoren geführt. Bei IQOS-Aerosol habe es diese Effekte nicht gegeben. Alexander Nussbaum von Philip Morris, den eGarage kürzlich interviewt hatte, sagte zu den Ergebnissen, die Studie ergänze die  „bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse, die alle in die Richtung einer Risikoreduzierung deuten. Dieses Wissen muss aber auch bei den Raucherinnen und Rauchern ankommen. Dafür braucht es eine Regulierung, die uns erlaubt, diese Erkenntnisse in einfacher und verständlicher Sprache zu kommunizieren.“

Nussbaum ging in einem Statement für eGarage auch auf die Auswirkungen auf die E-Zigarette ein. „Aus aktuellen Studien wissen wir, dass deutlich schadstoffreduzierte Produkte wie Tabakerhitzer und E-Zigaretten in Deutschland immer noch von einem großen Teil der Bevölkerung fälschlich als so schädlich wie Zigaretten eingeschätzt werden. Das behindert den Wechsel von Rauchern auf solche Produkte, das Ziel von Tobacco Harm Reduction.“

Es könne aber nicht die Aufgabe der Industrie alleine sein, zur Gesundheitskompetenz der Deutschen beizutragen. „Für mich ist es daher zunehmend unverständlich, warum gerade die mit der gesundheitlichen Aufklärung beauftragten Institutionen in Deutschland nicht mehr gegen diese Fehleinschätzung tun.“ Die Aufklärungsarbeit von Public Health England in Großbritannien könne ein Vorbild sein.

Auch eine offizielle deutsche Untersuchung schätzte jüngst das Risiko der Tabakerhitzer im Vergleich zur Zigarette als deutlich geringer ein. Unklar ist aber noch, wie groß der Unterschied zu E-Zigaretten ist, die ganz ohne Tabak auskommen. In der Dampfer-Szene wird IQOS jedenfalls häufig kritisch diskutiert.

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