Hybrid auf dem Vormarsch – die E-Zigarette 2.0 kommt

„Herumbatzerei“ – das Wort geht Von Erl-Chef Günter Höfert locker über die Lippen. In der österreichischen Mundart klingt es auch noch viel charmanter als vielleicht in Norddeutschland oder im Ruhrpott.




„Herumbatzerei“ (wir wissen an dieser Stelle nicht mal, ob es diese Schreibweise einer harten Prüfung von sattelfesten Duden-Theoretikern standhalten würde) – jedenfalls kann die Dampfer-Welt massiv verändern. Hybrid oder E-Zigarette 2.0 nennen andere das Produkt, bei dem man nicht mehr selbst mit dem Liquid „herumbatzt“, sondern es vorgefertigt in einer eleganten Verpackung als „closed system“ nur noch auf die Dampfe aufsetzt. So weit die Theorie. Die Praxis ist natürlich mit diversen Hürden gepflastert. Die Kurzversion aus dem Hause Von Erl: „Wir wurden bei unserem Markteintritt in den USA darauf aufmerksam.“ Schon im Herbst 2016 hat uns Günter Höfert Einzelheiten dazu erläutert, darum an dieser Stelle der Verweis darauf.

USA – ein Rechtsraum und ein Sprachraum mit über 300 Millionen Konsumenten

In den Vereinigten Staaten begann 2016 der Siegeszug der Hybrids, in diesem Jahr dürfte die Welle den europäischen Markt erreichen. Natürlich soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass hochprofessionell hergestellte Liquids teurer sind, auch die zusätzlichen Verpackungen gibt es nicht zum Nulltarif. Das ist wie im richtigen Leben….. Bei den Hybrids gab es eigentlich in Deutschland und Österreich schon eine Art „weicher Markeinführung“. Das Produkt ist bereits verfügbar, allerdings ohne entsprechende Begleitung via Marketing und Werbung. Da wurde die ganze Kraft zunächst auf die USA konzentriert – um vor dem von der FDA (Food and Drug Administration) gesetzten Termin am 8. August präsent zu sein. „Ein Teil dieses Erfolgs kommt jetzt nach Europa zurück“, erwartet Höfert. Allerdings wird sich der Markt seiner Einschätzung nach noch „mächtig“ bewegen: „Das hat viel mit der TPD zu tun. Aber dem 20. Mai dürfen nur noch registrierte und konforme Produkte verkauft werden“. Und das werde zu einer Marktbereinigung führen. Bonmot am Rande: Von Erl weist jetzt schon auf das dann geltende Versandhandelsverbot in Österreich auf seiner Website hin. Die Konsequenz: Für das Produkt aus der Nähe von Innsbruck gilt dann „kein Verkauf und Versand nach Österreich“.




Erwartung: Starker Fokus auf „closed systems“

Neben der Marktbereinigung sehen die Macher bei Von Erl eine deutlich Hinwendung zu den Hybrids, den „closed systems“, Pods, der E-Zigarette 2.0 – wie immer man das Produkt dann auch nennen will (oder welcher Name sich letztlich bei den Verbrauchern durchsetzt). In Deutschland könnte ein Marktvolumen von rund fünf Millionen Euro für diese Produktkategorie realistisch sein, heißt es.

Aber auch der Wettbewerb schläft nicht – andere Anbieter werden nachziehen. Allerdings ist Höfert optimistisch: „Unsere Produktpipeline ist gut gefüllt.“ Nun gut: Für jeden Firmenchef gehört Klappern zum Handwerk, kein Unternehmen würde das Gegenteil behaupten. Aber in dem Fall mag man die Aussagen auch nicht in Zweifel ziehen. `Bessere Geschmacksperfomance` oder `zusätzliche Produktfeatures` sind da einige Schlagworte aus dem Marketing-Katalog. Was also kommt neu?

Weiterentwicklung der E-Zigarette – mit neuen Arbeitsplätzen in Europa

Auch in diesen geschlossenen Systemen hat man derzeit eine Technologie, die immer noch so funktioniert wie jede anfängliche E-Zigarette: Glasfaser oder Baumwolle, umwickelt von Draht. Das ist meist nur in mühsamer Handarbeit und aufgrund der Kosten in China so zu fertigen. Hier setzt Von Erl an: Anderes Material und damit auch eine mögliche industrielle Herstellung. Auch beim Akku wird sich einiges tun, sagt Höfert in unserem Video und bringt das Stichwort „temperaturkontrolliertes Dampfen“ ins Spiel. Wenn dies Realität wird, dürfte das den Markt weiter verändern.

Produktion in Mitteleuropa? Aus anderen Industriezweigen weiß man, dass Arbeitsplätze hierzulande deutlich teurer sind. Andererseits bringt die industrielle Fertigung Vorteile. Realistische Aussagen zu künftigen Verkaufspreisen lassen sich derzeit noch nicht treffen. Wohl aber dazu, dass die entsprechenden Patente angemeldet sind, um gegenüber dem Wettbewerb die Nase vorn zu haben.

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