Google-Statistik zeigt: Interesse an E-Zigarette steigt stark

Um gesellschaftlichen Trends nachzuspüren, ist die Suchmaschine Google ein guter Indikator. „Google Trends“ dokumentiert, wie häufig bestimmte Suchbegriffe in einzelnen Ländern von den Nutzern verwendet werden. Dabei handelt es sich nicht nur um ein Gimmick. Die Funktion dient zum Beispiel in der Gesundheitsvorsorge dazu, Grippeepidemien in Echtzeit zu verfolgen. Schließlich googeln die Betroffenen häufig „Symptome Grippe“ und ähnliche Wortkombinationen, wenn sie glauben, erkrankt zu sein, häufig noch vor dem ersten Arztbesuch. Auch Marktforscher nutzen „Google Trends“ intensiv. Da Google in Deutschland mit einem Anteil von über 90 Prozent am Suchmaschinenmarkt quasi ein Monopol hat, ist die Aussagekraft hier sogar besonders hoch.

Auch über die E-Zigarette bietet die Funktion interessante Einblicke – und belegt das starke und stetig steigende Interesse an der E-Zigarette. Inzwischen steht der Suchbegriff“e zigarette“ bei Google auf Stufe 42 von maximal 100. Vor zwei Jahren war es lediglich ein Wert von 17. Das ist ein beachtliches Ergebnis, und damit lässt die E-Zigarette zum Beispiel bereits einen Bundesliga-Verein wie Mainz 05 hinter sich. Zum weiteren Vergleich: Die beliebteste deutsche Zigarettenmarke Marlboro rangiert weit abgeschlagen mit nur 10 Punkten.

Das Interesse an der E-Zigarette ist seit 2010 von quasi null kontinuierlich gewachsen – mit einer Ausnahme. Ende 2011 gab es einen bemerkenswerten Ausreißer nach oben, der nicht recht erklärlich scheint. Möglicherweise liegt es an der Warnung des Gesundheitsministeriums Nordrhein-Westfalen vor der E-Zigarette, die im Dezember 2011 veröffentlicht wurde.

Beeindruckend ist, welchen Popularitätsgrad die „e cigarette“ in den USA inzwischen erreicht hat. Zwar hat das Interesse an diesem Begriff inzwischen etwas nachgelassen, wenn auch auf hohem Niveau. Dafür wird „vaping“, der umgangssprachliche Begriff, der dem deutschen „dampfen“ entspricht, umso häufiger verwendet. Er scheint sich als Bezeichnung auf breiter Front duchgesetzt zu haben.