Fontem Ventures steigt bei Von Erl aus Tirol ein

Paukenschlag in Österreich: Von Erl startet die strategische Kooperation mit Fontem Ventures. Für alle, denen dieser Name nicht auf Anhieb gaaaaanz viel sagt: Fontem ist ein Big Player der internationalen Tabakindustrie, schreibt der Kurier.

Fontem Venture gehört zu Imperial Tobacco, einer der ganz Großen der Tabakbranche weltweit. Umsatz in 2016 über 25 Milliarden Euro. Punkt!




Was die Zukunft bringt, muss sich natürlich noch erweisen. Am Tag der Bekanntgabe der News herrscht bekanntlich immer eitel Sonnenschein. Die Jobs in Hall in Tirol bleiben alle erhalten, auf „ausdrücklichen Wunsch von Fontem Ventures“, heißt es in der Pressemitteilung. Auch das Hauptquartier bleibt ebenfalls in dem Ort in der Nähe von Innsbruck erhalten. Das Handbuch für Marketingdeutsch war beim Entstehen der Medieninformation offenbar in direkter Nähe.

Neue Märkte im Visier

Weiter ist davon die Rede, dass Von Erl-Produkte derzeit in 3.000 Verkaufsstellen in zwölf Ländern erhältlich sind – diese Präsenz wird in der künftigen Zusammenarbeit weiter gestärkt und ausgeweitet. In der USA und Europa (vor allem UK, Frankreich und Italien) ist ein Rollout in tausenden Geschäften geplant. „Wir haben in kurzer Zeit eine Marke im E-Zigaretten-Bereich aufgebaut, die international bereits sehr geschätzt wird. Mit Fontem Ventures können wir Produktinnovationen schneller vorantreiben und den Markt mit über 13 Millionen Dampfern weltweit noch besser beliefern. Fontem Ventures und Von Erl teilen dieselbe Unternehmens-Philosophie: Die Entwicklung von innovativen, kundenorientierten Lifestyle-Produkten“, sagt Von Erl-CEO Guenter Hoefert zu dem Deal. Auf Nachfrage von eGarage sagt uns Guenter Hoefert: „Wir haben mit Fontem Ventures einen strategischen Partner gewinnen können, der uns nicht nur eine international viel stärkere Präsenz ermöglicht, sondern mit dem wir auch ganz gezielt in den Ausbau unserer angestammten Absatzkanäle im Vape-Bereich investieren werden.“ So weit, so gut.

Fontem Ventures

In Österreich gab Fontem Ventures mit einer Stellungnahme zum Ministerialentwurf der Novelle des Tabakgesetzes zur Implementierung der TPD II (179/ME) im Februar 2016 ein klares Plädoyer für die E-Zigarette ab. „Aus unserer Sicht sollte die Regulierung von E-Zigaretten auf folgenden Prinzipien gründen: Sie sollte maß- und verantwortungsvoll sein und den Fokus auf Standards legen. Fontem Ventures begrüßt Initiativen, die den Verkauf von E-Zigaretten an Unter-18-Jährige unterbinden und die Qualität- und Sicherheitsstandards erhöhen. Dabei ist es allerdings wichtig, dass die Gesetzgebung die richtige Balance findet: Sie sollte Hersteller und Händler zu einem verantwortungsvollen Handeln anhalten, aber gleichzeitig auch berücksichtigen, dass ein zunehmender Konsens unter Gesundheits- und Tabakexperten erhebliche Vorteile von E-Zigaretten für die Öffentliche Gesundheit konstatiert. Daher sollte die Regulierung Herstellern und Händlern erlauben, durch möglichst freien Verkauf und verantwortungsvolles Marketing E-Zigaretten als klare Alternative zu bereits lang etablierten Tabakprodukten konkurrieren zu lassen.“ Weiter heißt es: „Sie sollte anerkennen, dass E-Zigaretten fundamental verschieden vonTabakprodukten sind und daher nicht den gleichen Beschränkungen und Regulierungen unterliegen sollten.“ Da E-Zigaretten eben keinen Tabak enthalten und keine Verbrennung stattfindet, kann man sie nicht mit Tabakprodukten gleichsetzen.

Folgen weitere Kooperationen?

Offenbar schaut Fontem Ventures offensiv nach möglichen Partnern in der E-Zigarettenbranche. Möglicherweise auch, um verlorenes Potenzial bei den klassischen Tabakprodukten auszugleichen. Sicher aber auch, um auf Zukunftsmärkten präsent zu sein. In der Pressemitteilung zum heutigen Tage heißt es jedenfalls: „Wir sind aktiv an Von Erl herangetreten, weil wir vom Potential des Unternehmens und dessen Produkten überzeugt sind. Von Erl liefert für uns beste Voraussetzungen, neue Kundengruppen auch im Vape-Kanal anzusprechen“, wird Fontem Ventures-CEO Titus Wouda Kuipers zitiert.

In der Szene darf nun trefflich spekuliert werden, ob es weitere Kooperationen gibt und wen sie betreffen. Denn so viel scheint sicher: Es dürfte nicht der letzte Paukenschlag dieser Art gewesen sein.

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