Drastisch weniger Giftstoffe im Körper von Dampfern im Vergleich zu Rauchern

Die Schädlichkeit von Tabakrauch im Vergleich zu E-Zigaretten zu bestimmen ist nicht ganz einfach – schon allein, weil es auf viele verschiedene Arten geschehen kann. Zum Beispiel können die Inhaltsstoffe von Rauch und Dampf verglichen werden, das ist dann Teil der Debatte um die angeblich hohen Formaldehyd-Level im Dampf. Oder die Auswirkungen auf menschliche Zellen werden untersucht. In einigen Jahren wird man dann wieder eine andere Methode nutzen können: Die langjährige statistische Auswertung der Todesraten und -ursachen von Rauchern im Vergleich zu Dampfern im Vergleich zu Nichtrauchern.

Wissenschaftler des „Roswell Park Cancer Institutes“ haben sich nun einer vierten Vergleichsmethode bedient. Sie untersuchten, welche Spuren mögliche Giftstoffe tatsächlich im Körper hinterließen. Dafür mussten 20 Raucher für zwei Wochen von der Zigarette auf die E-Zigarette umsteigen. Die Forscher maßen dann im Urin die Konzentration sowohl von Nikotin-Abbaustoffen als auch von 17 Biomarkern, deren Präsenz darauf hinweist, dass die Probanden giftigen und krebserregenden Stoffen ausgesetzt waren. Das Ergebnis: Sie fanden einen stark signifikanten Rückgang der meisten Biomarker. „Der Rückgang war so drastisch dass er dem ähnelte, der bei Rauchern auftrat, die komplett zu rauchen aufhörten“, heißt es in dem Bericht des Instituts über die Studie. Die Nikotinabbaustoffe hingegen blieben auf etwa gleichem Niveau, ein durchaus gewünschtes Ergebnis, da es für viele Dampfer schließlich um eine weniger giftige Alternative zur Zigarette geht, mit der die Nikotinabhängigkeit aber fortgeführt werden kann.

Etwas seltsam an der Untersuchung: Sie fand bereits 2011 statt, wurde aber tatsächlich gerade erst von dem seriösen Fachmagazin „Nicotine & Tobacco Research“ veröffentlicht.

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