„Die or Quit“ – der Widerstand wächst auch unter deutschen Ärzten

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Die Ärzte-Zeitung wird viel gelesen von den deutschen Medizinern, sie gilt als seriös und informativ. Wichtig also, dass dort ein ausführlicher Artikel erschienen ist zur Frage, ob Gesundheitsorganisationen Rauchern nur die Abstinenz („Quit or Die“) empfehlen sollen oder nicht doch auch Alternativen wie die E-Zigarette eine Rolle spielen dürfen.




Ausführlich wird in der Ärzte-Zeitung der restriktive Ansatz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter die Lupe genommen, der immer mehr in die Kritik gerate. „Immer mehr Ärzte weltweit“, so das Blatt, plädierten „gegen den Widerstand der Fachgesellschaften für das Berücksichtigen der Rauchalternativen“.

Die Ärzte-Zeitung verbleibt aber nicht in der Hubschrauber-Perspektive auf die Debatte, sie hat auch mit deutschen Medizinern gesprochen. Zu Wort kommt Professor Knut Kröger, Chefarzt der Klinik für Angiologie (Gefäßmedizin) am Helios Klinikum Krefeld – und der bricht eine Lanze fürs Dampfen. „Anstatt die betroffenen Raucher bei diesem Wechsel aktiv zu unterstützen, ist die E-Zigarette als Produkt der Tabakindustrie in Deutschland als Einstiegsdroge schlecht angesehen.“ Dabei sei die Umstellung eines Rauchers auf eine E-Zigarette oder einen Tabakerhitzer „besser erreichbar als die absolute Rauchabstinenz“. Und: „Dazu ist sie eine für das Gesundheitssystem initial kostenneutrale und im Verlauf der Jahre kostensparende Maßnahme der Gefäßprotektion.“

Starke Worte für einen einflussreichen deutschen Arzt. In der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin sitzt er in der „Kommission Konservative Gefäßtherapie“ und hatte sich jüngst auf einer Jahrestagung der Gesellschaft geäußert. Dort war die E-Zigarette erstaunlich positiv diskutiert worden, wie eGarage bereits berichtet hatte.

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