Dampfverbot auf Berliner Bahnhöfen

Berlin hat ein Problem – falsch, es hat ganz viele. Und eins scheint das Dampfen auf den Bahnhöfen zu sein.




Die einzig echte Großstadt in Deutschland mit mehr als dreieinhalb Millionen Einwohnern ist so hipp, dass jährlich auch noch über 800.000 Touristen in die Metropole an der Spree kommen. Und die müssen ja alle irgendwie von Mitte nach Prenzlauer Berg oder Kreuzberg kommen. Da hilft doch das wirklich gut ausgebaute Streckennetz der Berliner Verkehrsbetriebe, kurz BVG – wenn die Züge denn Fahren trotz Schnee oder Baustellen.

Und weil es ein Nichtraucherschutzgesetz gibt, das die Nichtraucher vor dem Passivrauch der Glimmstängelanhänger schützen soll, gilt ein Rauchverbot auf Bahnhöfen und in den S-Bahnen, die von der Deutschen Bahn betrieben werden. Okay, ab und an werden auch sogenannten Raucherzonen auf den Bahnsteigen angeboten, meist ganz weit draußen und auf alle Fälle luftig. Und das Verbot gilt „natürlich“ auch für das Ziehen an der E-Zigarette.

Irgendwie scheint das aber nicht so zu klappen, und der Berliner oder touristische Raucher oder Dampfer ignoriert das Verbot gerne und zieht sich zwischen zwei Zügen gerne den einen oder anderen Zug rein. Und missachten damit entweder das Hausrecht oder die Beförderungsbedingungen.

Damit soll jetzt aber echt Schluss sein, wie einmütig S-Bahn und BVG mitteilen – und gleich ein Bußgeld ausloben: 15 Euro pro Verstoß. Na, das wird aber Geld in die Kassen spülen. Nach nein, das geht ja gleich wieder drauf für die vermehrten Kontrollen und die dafür eingesetzten Mitarbeiter. Oder vielleicht für mehr ausgewiesene Raucherzonen.
Und wie heißt es im BVG-Werbespot, zu sehen auf YouTube: „Is mir egal“
Det is Berlin.

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