Dampferumfrage: Weniger Nikotin, mehr Frucht

Viele Dampfer reduzieren den Nikotin-Gehalt. Ein Auszug aus der InnoCigs-Umfrage.

In der nach eigenen Angaben größten bislang erhobenen deutschsprachigen Dampferumfrage hat der Online- und Großhändler InnoCigs die E-Zigaretten-Nutzer genauer unter die Lupe genommen. Sie lässt interessante Einblicke in das übliche Verhalten der Dampfer in Deutschland zu.




Zum Beispiel ist aufschlussreich, dass knapp drei Viertel der Befragten angeben, sie hätten nach dem Dampf-Start die Nikotinmenge bereits reduziert. Gut 22 Prozent blieben bei der gleichen Konzentration. Und der (kleine) Rest gibt an, nie Liquids mit Nikotin benutzt zu haben. Die Studie, die am morgigen Mittwoch veröffentlicht werden soll, liegt eGarage bereits vor.

Auch bei den Aromen gibt es klare Präferenzen. Viele Neu-Dampfer steigen zwar mit Tabakgeschmack ein, häufig, um den Umstieg von der Zigarette vermeintlich oder tatsächlich zu erleichtern. Dabei bleiben aber nur wenige, laut der Erhebung sind es knapp 17 Prozent. Die meisten Dampfer mögen es dagegen fruchtig, 56 Prozent gaben an, diese Geschmacksrichtungen zu bevorzugen. Knapp 28 Prozent stehen dagegen auf „süße“ Geschmäcker, zum Beispiel Schokolade.

Spannend sind auch die Ergebnisse zur Rücksicht auf andere beim Dampfen. Nur zwei Prozent der Befragten gaben an, überall zu dampfen und sich überhaupt nicht einzuschränken. Das andere Extrem: Sieben Prozent verlassen sogar zuhause den Raum, wenn sie die E-Zigarette in Betrieb nehmen. Für den Rest verläuft die Grenze irgendwo dazwischen. Knapp 24 Prozent verzichten zum Beispiel im Restaurant aufs Dampfen. Knapp die Hälfte dampft „immer wenn ich kann“, der Rest mehrmals pro Tag oder unregelmäßig.

Erfreulich, wenn auch in der Dampfer-Community im Gegensatz zum Rest der Bevölkerung nicht überraschend: Die Nutzer wissen gut Bescheid, wie (un-)gefährlich die E-Zigarette ist. Fast 84 Prozent sagten, Dampfen sei weniger schädlich als Rauchen, was der herrschenden Wissenschaftlichen Meinung entspricht. Knapp neun Prozent gaben aber an, die E-Zigarette sei „völlig unbedenklich“. Fünf Prozent schätzen die E-Zigarette für genauso gefährlich ein wie Tabak-Rauch, 0,6 Prozent halten sie sogar für schädlicher.

Zudem sind unter den Teilnehmern der Umfrage die sogenannten Dual-User, die weiterhin rauchen, klar in der Minderheit. Satte 62 Prozent gaben an, Tabakzigaretten gar nicht mehr anzufassen. Weitere 20 Prozent konnten immerhin den Konsum reduzieren. Der Rest verteilt sich auf unterschiedliche, teils individuelle Antworten.

Die sonstigen demographischen Erhebungen zeigen kein besonders auffälliges Bild: Dampfer sind im Schnitt 42 Jahre alt, haben in etwa durchschnittliche Bildungsabschlüsse und verdienen auch ungefähr durchschnittlich viel. Mit anderen Worten: Dampfer sind im Schnitt ganz normal.

Mit einer Ausnahme: 76,5 Prozent der Befragten sind Männer. Das lässt sich zum Teil darauf zurückführen, dass auf zwei rauchende Frauen drei rauchende Männer kommen. Zudem könnte ein Erklärung sein, dass Männer im Schnitt eher technikinteressiert sind. Dennoch eine wichtige Bemerkung zum Schluss: Repräsentativ sind die Ergebnisse der Befragung von 5650 Teilnehmern nicht, sie ermöglichen also keine wissenschaftlich und statistisch fundierte Aussage. Zentrales Problem für nicht repräsentative Umfragen ist das sogenannte Sampling. So könnten zum Beispiel deshalb so viele Männer an der Umfrage teilgenommen haben, weil sie besonders häufig darauf aufmerksam wurden. Und nicht, weil tatsächlich auf drei Dampfer eine Dampferin kommt.