Dampfen in der „Zeit“

Nur um gleich zu sagen: Klar, ist Dampfen „in“, eine gesellschaftliches Phänomen, ein Weg von der Tabakzigarette, gern aus gesundheitlichen Gründen, weil weniger risikobehaftet. Und somit beschäftigt sich das Hamburger Wochenmagazin damit.




Diesmal kommt keine Journalistenschelte, sondern nur Lob.

Bereits die Überschrift lässt aufhorchen und macht neugierig: Wie Panikmache den Ruf der E-Zigarette vergiftet

Versprochen wird bei Zeit online eine kommentierte Analyse. Und diese wird sauber und detailgenau durchgeführt. Die Hinkebeine der verschiedenen Studien werden aufgedeckt.
Zum Beispiel beim sogenannten Gateway-Effekt. Dabei wird postuliert, dass Jugendliche durch das Dampfen den Einstieg zum Rauchen vollziehen. Das glaubten vier amerikanische Forscher belegen zu können, wie sie in diesem Jahr veröffentlichten und ein bisserl Unsicherheit in die Dampfergemeinde brachten.

Die Hamburger Journalistin und Wissenschaftsredakteurin Saskia Gerhard nimmt die Ergebnisse und Methode Punkt für Punkt auseinander – sehr spannend und lesenswert. Und sogar die Chefin vom Deutschen Krebsforschungszentrum, DKFZ in Heidelberg, Dr. Ute Mons (leider im Artikel zu Moms gemacht) meint dazu: „Die Annahmen der vorliegenden Studie kann man durchaus kritisieren, da sie äußerst pessimistisch sind.“

Fazit: Nicht alles was „wissenschaftlich“ daherkommt, kann ohne fachliche Überprüfung geglaubt und übernommen werden. Die E-Zigarette hat es verdient, eine saubere, sachliche und vorteilsfreie Diskussion um das Produkt als weniger schädliche Alternative zur Tabakzigarette zu bekommen. In der Wissenschaft, in der Gesellschaft und in der Politik.

Ein prima Artikel, der mit vielen weiteren Infos rund um das Dampfen ergänzt ist.