Dampfen im „Stern“

Eigentlich ein No-Go: Journalist fragt Journalist; aber es gibt Ausnahmen, wenn die Befragung informativ und nah am Verbraucher ist. Die neue Reihe heißt „Fragen.Verstehen.“ und lohnt sich.




Der „Stern“-Journalist Thilo Mischke, der selbst sich als Ex-Raucher bezeichnet und während des Gesprächs leidenschaftlich dampft, stellt Fragen rund um die E-Zigarette an seinen Wissenschaftskollegen Christoph Koch. Alles launig in entspannter Plauderatmosphäre und kleinen Grafiken.

Und schon die Grundfrage des Videos lädt zum kurzen Schauen ein: Wissenschaft schnell erklärt E-Zigarette: Gesunde Entwöhnung oder pures Gift?

Wie gefährlich ist die E-Zigarette im Vergleich zum Rauchen, fragt der Neudampfer, der mit Hilfe der Dampfe vor fünf Monaten mit dem Rauchen aufhörte? Passivrauchen, mehr als nur eine Belästigung der Nichtraucher, die E-Zigarette als risikoärmere Alternative, als Ausstiegshilfe von der Tabakzigarette.

Und natürlich kommen die Ergebnisse der britischen Studien von Public Health England zur Sprache.
Und auch der Gateway-Effekt, der vom Wissenschaftsredakteur bestritten wird. Nicht feststellbar und nicht realitätsabbildend.

Endgültige gesundheitspolitische Einordnungen können noch nicht getroffen werden, so Wissenschaftsredakteur Koch, selbst Nie-Raucher. Da werden wohl noch einige Studien und Jahre ins Land gehen.

Die Regulierung des Dampfens durch die Politik – vor allem bei den Liquids – könnte man sich, so Koch, maximal über eine Steuer vorstellen.
Ist aber schwierig, weil sich die Politik zur Einordnung der E-Zigarette noch keine abschließende Meinung gebildet hat.

Fazit der beiden Gesprächspartner: „Es ist irgendwie ungefährlicher als die Zigarette“.