Briten verschreiben Rauchern Nikotin-Inhalator

Die britische Regierung macht Ernst mit ihrem Plan, den etwa acht Millionen Rauchern auf der Insel per E-Zigarette ihr Laster abzugewöhnen (wir berichteten).

Geräte soll es ab dem kommenden Jahr auf Rezept beim Hausarzt geben. Allerdings: Laut britischen Medien  soll dabei ein Modell eines Tabakkonzerns zum Einsatz kommen, das nicht einmal eine richtige E-Zigarette ist. Dabei soll es sich um die „Voke“ von British American Tobacco (BAT) handeln. Das Gerät von BAT hat bereits seit dem Vorjahr eine Zulassung als medizinisches Produkt und zerstäubt offenbar lediglich eine Nikotinflüssigkeit statt wie in einer normalen E-Zigarette das Liquid zu erhitzen, bis es verdampft. Deshalb kommt die Voke auch ohne Batterie aus und ist mit einem Kapselsystem ausgestattet.

Ob die britischen Ärzte mit dem Gerät Erfolg haben, bleibt abzuwarten. Die große Beliebtheit der E-Zigarette gerade bei Ex-Rauchern, und damit ihre Wirksamkeit als Rauchstopp-Hilfe, fußt auf dem angenehmen Dampf-Empfinden, das moderne E-Zigaretten ermöglichen. Ob ein Nikotin-Inhalator ähnlich viel Anklang findet ist aus unserer Sicht mehr als unsicher. Wir haben die „Voke“ allerdings noch nicht ausprobieren können. Möglich ist ja auch, dass das Verschreiben des Geräts das Interesse am Dampfen weckt und die britischen Raucher dann von alleine auf eine E-Zigarette ihrer Wahl umsteigen.

Eine gute Nachricht gab es übrigens noch am Rande: Ein Regierungssprecher sagte, es sei bereits einer Million Briten gelungen, durch E-Zigaretten mit dem Rauchen aufzuhören. Eine derart hohe Zahl haben wir sonst nirgends finden können.