„Beispielloses“ Österreich

Das wichtigste Beratergremium im Bereich Gesundheit hat einen Beschluss gefasst, der – schwappt er nach Deutschland rüber – dampflose Zeiten bedeuten kann: Das Rauch- und Dampfverbot in der Gastronomie.




Ein Glaserl Heurigen ohne ein Pfeifferl kaum vorstellbar, aber genau das soll ab nächstem Jahr Realität werden.
Ab 1. Mai nächsten Jahres soll beim Nachbarn an der schönen blauen Donau ein totales Rauchverbot in der Gastronomie in Kraft treten. Nicht unumstritten, wie die Diskussion in Österreich zeigt und der ORF berichtet: Gastronomie: Oberster Sanitätsrat einstimmig für Rauchverbot

So fühlte sich der Oberste Sanitätsrat, kurz OSR, das sich aus 31 Fachleuten aus der Gesundheitsbranche zusammensetzt und als bedeutendster Beratungskreis des österreichischen Gesundheitsministeriums gilt, gestern dazu berufen, einstimmig die Umsetzung des Rauchverbots in der Gastronomie zu fordern. Und das ausnahmslos; das heißt, das schließt auch Shishas und E-Zigaretten mit ein. Wenn es nach den Experten geht.

Dabei berufen sie sich auf eine Studie der OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, wonach in Österreich 24 Prozent der Bevölkerung rauchen. Im OECD-Durchschnitt sind es allerdings nur 18 Prozent der Bevölkerung.
Natürlich steht der Nichtraucherschutz im Mittelpunkt, ebenso die Volksgesundheit.
Den Zusammenhang hier mit dem Dampfen oder dem Shisha-Gebrauch blieb man allerdings schuldig.

Nur gut, dass die Donau nicht andersrum fließt, so könnte hoffentlich diese Gleichsetzung von Rauchen und Dampfen nicht nach Deutschland zurückschwappen.

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